Die Umstellung auf SAP S/4HANA ist in der Regel ein umfangreiches und anspruchsvolles Transformationsprojekt. Unabhängig davon, ob es sich um einen Greenfield-, Brownfield- oder Bluefield-Ansatz handelt, stehen alle Varianten vor ähnlichen Herausforderungen: hohe technische Komplexität trifft auf weitreichende fachliche Entscheidungen und Veränderungen in der Organisationsstruktur.
Um ein solches Projekt erfolgreich zu gestalten, sind aus unserer Sicht drei Bausteine entscheidend:
MVP: Was muss laufen – und was nicht?
Organisationen entwickeln sich weiter, und S/4HANA bietet hierfür die besten Voraussetzungen. Für das Transformationsprojekt braucht es jedoch zunächst eine klare fachliche Orientierung für das Projektteam.
Das Minimum Viable Product (MVP) beschreibt das inhaltliche Projektziel:
Welche Prozesse müssen in welcher Ausprägung zum Go-live funktionieren – und welche können bewusst in spätere Phasen verschoben werden?
Ein klar definiertes MVP schafft Fokus und schützt das Projekt vor unnötiger Komplexität.
Teams aus Technikern und Anwendern
Neben der technischen Umsetzung wird tiefes Prozesswissen benötigt. Anwender, Key-User und Spezialisten bilden gemeinsam mit der IT funktionsübergreifende Teams, z. B. für den Einkauf.
Kleine, interdisziplinäre Teams, die idealerweise den gesamten Prozessbereich abdecken, ermöglichen schnelle Entscheidungen, eine hohe Lernkurve und ein besseres Verständnis für technische sowie fachliche Abhängigkeiten.
Selbstorganisation statt langer Entscheidungswege
Lange Abstimmungswege können ein Projekt massiv verzögern. Deshalb werden die Teams im Rahmen des MVP befähigt, Entscheidungen direkt und ohne Umwege zu treffen.
Mit agilen Werten und Praktiken können sie flexibel auf neue Erkenntnisse, Änderungen und Herausforderungen reagieren, die im Verlauf eines Transformationsprojekts nahezu unvermeidlich sind.