Regeln im Fluss: Was Agilität verhindert

Alle agilen Organisationsformen haben eines gemeinsam: Man macht sich viele Gedanken darüber, was man erreichen möchte, und passt Strukturen sowie Werkzeuge entsprechend an. Was wird benötigt? Wen braucht man dafür? Und womit kommen wir dem Ziel näher?

Das führt in manchen Projekten zu häufigen Veränderungen, in anderen sogar zu Schritten rückwärts. Wenn man den Fortschritt bereits im Keim ersticken möchte, findet man Antworten in folgenden Aussagen:

Das haben wir schon immer so gemacht

Nichts kann den Fortschritt stärker aufhalten als der Blick zurück. Gleichzeitig ist der Blick zurück aber auch das wichtigste Instrument, um aus Fehlern zu lernen und damit den Fortschritt aktiv zu unterstützen.

Die Kunst liegt darin, die wirklich wichtigen Argumente aus der Vergangenheit zu nutzen, um den Weg nach vorne zu ebnen.

Wir haben uns weiterentwickelt

Die Erkenntnis, dass man vorangeschritten ist, ist zunächst positiv. Ursprüngliche Regeln und Definitionen wurden überholt und sind nicht mehr aktuell. Doch Weiterentwicklung bedeutet nicht automatisch, dass man dem Ziel der agilen Wertschöpfung tatsächlich nähergekommen ist.

Auch Weiterentwicklung muss ständig hinterfragt und mit den Ergebnissen sowie den aktuellen Rahmenbedingungen abgeglichen werden.

Wir brauchen mehr Details

Budgets, Kapazitäten und Projektrahmen verlangen nach Zahlen, Daten und Fakten. Aber schon die simple Frage nach Aufwänden lenkt Projektmitarbeiter vom Ziel zur Aufgabe. Aus Mehrwert werden Arbeitsschritte.

Um zu verhindern, dass Aufgaben am Ziel vorbeiführen, muss man diese regelmäßig abgleichen – oder besser noch: direkt auf deren detaillierte Planung verzichten.